Mundgeruch bei Keto-Diät und Low Carb

Warum Keto-Diät und Low Carb-Diät Mundgeruch verursachen können und was Sie dagegen tun können

Die Keto-Diät, eine beson­ders stren­ge Form der Low Carb-Diät, liegt voll im Trend. Viele emp­fin­den jedoch den Mundgeruch gera­de zu Beginn der Diät als sehr stö­rend. Wie kommt es zu die­sem Mundgeruch, und wie kann man ihn ver­hin­dern? Wir, Ihre Zahnärzte am Ring in Köln, sagen Ihnen, was Sie hier­zu wis­sen müssen.

Keto-Diät und Mundgesundheit

Die Keto-Diät ist eine sehr koh­len­hy­drat­ar­me, fett­rei­che Ernährung, die haupt­säch­lich aus Fleisch, Fisch, Käse, Nüssen und koh­len­hy­drat­ar­mem Gemüse besteht. Zucker gehört nicht in den Speiseplan. Weniger Zucker in Ihrer Ernährung? Unabhängig von jeg­li­cher Diätform sagt Ihr Zahnarzt dazu: Hervorragend! Tatsächlich kann die Reduktion von Zucker die Bakterienlast in Ihrem Mund ver­rin­gern, was per se bes­ser für Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch ist.

Was ist mit „Keto-Atem“ oder ‑Mundgeruch gemeint?

Leider gibt es auch einen unan­ge­neh­men Zusammenhang zwi­schen der koh­len­hy­drat­ar­men Keto-Diät und Mundgeruch.

Der unan­ge­neh­me Mundgeruch bei einer keto­ge­nen Low Carb-Diät riecht ein wenig wie Aceton, der auch in Nagellackentferner ent­hal­ten ist, oder nach gären­den Früchten. Dieser kann sich in Verbindung mit hart­nä­cki­gen Zahnbelägen wirk­lich sehr ver­stär­ken. Zwar ist ein schlech­ter Atem zumin­dest bei die­ser Diät ein Anzeichen dafür, dass sie funk­tio­niert, doch möch­te nie­mand damit herumlaufen.

Welche Ursachen hat Mundgeruch bei einer Keto-Diät?

Mundgeruch bei einer Keto-Diät ist typi­scher­wei­se eine vor­über­ge­hen­de „Nebenwirkung“, wenn Ihr Körper noch nicht alle Ketone ver­wen­det, die Ihre Leber pro­du­ziert. Sobald Ihr Körper Keto-adap­tiert ist, also anfängt, die­se Ketone zu ver­wen­den, um die Muskeln und das Gehirn mit Energie zu ver­sor­gen, soll­te der Mundgeruch all­mäh­lich nach­las­sen. Diese Umstellung dau­ert eine Woche bis zu einem Monat.

Wie verhindert man übel riechenden Atem bei einer ketogenen Diät?

Der übel rie­chen­de Atem zu Beginn Ihrer keto­ge­nen Diät lässt sich am bes­ten mit einer opti­mier­ten Mundpflege und Stressreduzierung in den Griff bekom­men. Hier eini­ge Tipps:

  • Viel Wasser trinken
    Gerade zu Beginn der Ernährungsumstellung ver­lie­ren Sie recht schnell den Appetit und begin­nen weni­ger zu essen. Je weni­ger Sie essen, des­to tro­cke­ner wird Ihr Mund. Daher ist es not­wen­dig, viel Wasser zu trin­ken, um zu ver­hin­dern, dass sich Bakterien in Ihrem Mund ansam­meln. Sie wer­den fest­stel­len, dass Ihnen die Umstellung auf eine koh­len­hy­drat­ar­me Ernährung leich­ter fal­len wird, wenn Sie aus­rei­chend trinken.
  • Häufiger Zähne putzen
    Falls Sie auch nach dem Zähneputzen das Gefühl haben, unter „Keto-Atem“ zu lei­den, soll­ten Sie ver­su­chen, Ihre Zähne wirk­lich nach jedem Essen zu put­zen und eine Mundspülung, die kei­nen Alkohol ent­hält, zu ver­wen­den. Warum ohne Alkohol? Mundspülungen mit Alkohol haben einen aus­trock­nen­den Effekt, und Mundtrockenheit wol­len Sie zur Vermeidung von Mundgeruch ja gera­de verhindern.
  • Zuckerfreies Kaugummi kauen
    Zwischendurch kön­nen Sie Ihren Atem auch mit einem zucker­frei­en Kaugummi erfrischen.
  • Langsame Ernährungsumstellung
    Gehen Sie nicht gleich aufs Ganze, son­dern redu­zie­ren Sie die Kohlenhydrate schritt­wei­se. Auf die­se Weise geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Veränderungen anzu­pas­sen und nicht so vie­le Ketone auf ein­mal frei­zu­set­zen. So lässt sich der Keto-Mundgeruch zumin­dest teil­wei­se umgehen.
  • Professionelle Zahnreinigung vor­neh­men lassen
    Ihr Zahnarzt kann Ihnen mit einer voll­stän­di­gen pro­fes­sio­nel­len Zahnreinigung einen Vorsprung ver­schaf­fen, bevor Sie mit Ihrer Keto-Diät begin­nen, und Ihnen zudem wei­te­re Informationen zum Thema Mundgeruch sowie des­sen Behandlung geben.
  • Stress redu­zie­ren
    Halten Sie Ihren Stresspegel nied­rig. „Entschleunigen“ ist zwar immer wich­tig, aber noch mehr, wenn Sie mit einer Keto- oder Low Carb-Diät begin­nen. Stress redu­ziert nicht nur den Speichelfluss, son­dern ver­lang­samt auch die Verdauung von Proteinen. Ängste kön­nen außer­dem einen sau­ren Reflux ver­ur­sa­chen, der bekann­ter­ma­ßen Mundgeruch ver­ur­sacht. Finden Sie Wege, Stress abzu­bau­en, sei es mit Meditation oder mit ande­ren Techniken wie Yoga und auto­ge­nem Training.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist kei­ne Diät-Empfehlung, son­dern gibt ledig­lich Informationen und Tipps rund um den bei die­ser Diätform häu­fig auf­tre­ten­den Mundgeruch.

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